Schwarzwaldmädel

Operette in drei Akten von Leon Jessel • Libretto von August Neidhart • Musikalische Leitung: Mario Hartmuth • Regie: Tobias Rott

Meininger Staatstheater

Liebe auf dem Land. Die beliebte Operette »Schwarzwaldmädel« spielt in einem reichen, alemannischen Schwarzwalddorf, das immer mehr Touristen anzieht. Der Organist der Dorfkirche, ein älterer Herr, hat sich in das junge Dienstmädchen Bärbele verguckt. Als zwei Fremde ins Dorf kommen, sieht er bald, dass sie keine normalen Gäste sind, sondern auf der Flucht hier strandeten. Und zwar u.a. vor einer so mannstollen wie eifersüchtigen Verlobten, die dennoch bald angereist kommt und nun ein Auge auf den Freund ihres Verlobten wirft, während dieser sich in Bärbele verliebt. Das bringt nicht nur den Organisten, sondern schließlich die ganze Dorfgemeinschaft gründlich durcheinander… Das Libretto beschreibt die Probleme von Ausgrenzung aufgrund von Armut und Herkunft. Es verwebt diese Motive allerdings in eine turbulente Liebesgeschichte rund um die Frage: Was ist gesellschaftlich inakzeptabler – die Liebe zwischen einem jungen Mädchen und einem alten Mann oder die Liebe zwischen einem einheimischen Mädchen und einem Fremden auf der Flucht?

Die Operette »Schwarzwaldmädel«, uraufgeführt 1917 in Berlin, steht in der Tradition der großen Liebesoperetten des 19. Jahrhunderts. Jessel erweist sich in diesem Singspiel als Komponist, der mit Phantasie und Geschmack liebenswerte Melodien schafft, die in der Opernwelt als Ohrwürmer gelten.

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