Ariadne auf Naxos / © Jan-Pieter Fuhr

Ariadne auf Naxos

Oper von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal

Staatstheater Augsburg

Oper und musikalische Komödie, zwei in eins oder ein Stück im Stück: Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss haben zusammengeführt, was scheinbar nicht zusammengehört. Durch die ungewöhnliche, aber gekonnte Mischung von Opera seria und Opera buffa in »Ariadne auf Naxos«, werfen Strauss und Hofmannsthal die Frage auf, wie authentisch die Kunst ist und wie echt die Künstler sind. In der Rahmenhandlung hat ein wohlhabender Auftraggeber den Wunsch, seine Gäste mit einem besonderen Programm zu unterhalten, ein Werk, in dem Oper und Lustspiel zeitgleich aufgeführt werden sollen. Die Figuren von Komödie und Tragödie treffen aufeinander, was für reichlich Verwirrung sorgt. Die Komödianten versuchen, die verzweifelte, von Theseus auf Naxos zurückgelassene Ariadne von ihrer Todessehnsucht zu befreien. Die Frage nach Wahrhaftigkeit, die sich wie ein Ariadnefaden durch die Oper zieht, taucht erneut in dem Stoff der griechischen Mythologie auf: Ariadne hält Bacchus für den Gott des Todes und auch Bacchus erkennt Ariadne nicht als solche. Trotz dieses Irrtums finden beide zueinander und heiraten. Liebe, Tod und Verwandlung sind die zentralen Motive der Oper »Ariadne auf Naxos«. Da die Resonanz zur Uraufführung am Stuttgarter Hoftheater 1912 eher mäßig ausfiel, wurde die Oper publikumsverträglich gekürzt. Diese zweite Fassung begeistert das Publikum seit der Wiener Uraufführung im Jahr 1916.

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