Am 14. Dezember 2018 tagte das Preisgericht für die geplanten Kammerspiele in der Halle neun in Ingolstadt. Es wurden in einem langem Auswahlverfahren drei Preise vergeben und drei sogenannte Ankäufe getätigt, also Sonderpreise vergeben, die aber nicht realisiert werden können. Die Ausstellung der drei Entwürfe für den Neubau der Kammerspiele ist vom 10. Januar bis zum 10. Februar im Alf Lechner Museum zu sehen (Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag, 10:00 bis 17:00 Uhr). Eintritt frei.

 

Der 1. Preis ging an das Architekturbüro »Blauraum« aus Hamburg.

 

 

Der 2. Preis wurde an »Morger Partner Architekten« aus Basel vergeben.

 

 

Der 3. Preis ging an ein in Ingolstadt nicht unbekanntes Berliner Büro: Die »Staab Architekten GmbH« zeichnet verantwortlich für die Erweiterung und Neugestaltung des »Deutschen Medizinhistorischen Museums«.

 

 

Alle drei Entwürfe platzieren die Kammerspiele auf dem sog. Skulpturenpark, der dem Hämer-Bau gegenüber liegt. Das Konzept des Büros aus der Schweiz fasst in dem neuen Gebäude alle notwendigen Funktionen (Theatersaal, Werkstätten, Probebühnen) zusammen, während die beiden anderen Preisträger Werkstätten und auch Probebühnen im Osten und Süden des Altbaus direkt anschließen wollen.

 

Welcher der preisgekrönten Entwürfe realisiert wird, das entscheidet der Stadtrat. Machbarkeitsstudien werden dieser Entscheidung vorgeschaltet. Die Belegschaft des Theaters, aber auch die jährlich 300.000 Besucher von Theater und Festsaal harren sehr ungeduldig auf diese Entscheidung, denn Alle wissen: Die Kammerspiele müssen kommen und zwar jetzt! Ohne Perspektive auf eine zeitnahe Sanierung hat das Stadttheater keine Zukunft!

 

Alle insgesamt 14 eingereichten Entwürfe sind ab dem 10. Januar 2019 im Alf-Lechner-Museum ausgestellt. Die Entwürfe der drei Preisträger sind außerdem im Mittleren Foyer des Stadttheaters ab dem 10. Januar 2019 zu begutachten! Bitte beachten Sie die Termine für die Bürgerbeteiligung und nehmen Sie die Diskussionsangebote wahr! Die Stadt Ingolstadt hat jetzt die Chance, den Theatervorplatz architektonisch abzuschließen und sich gleichzeitig zur Donau hin zu öffnen! Mit Stadttheater, Festsaal, Kammerspielen und dem Jungen Theater erhält die Bürgerschaft ein aufregendes kulturelles Zentrum. Theater, Tanz, Musik – aber eben auch Feiern, Unterhaltung und eine vielfältige Gastronomie werden den Stadtraum rund um den Hämer-Bau neu prägen.

 

Es riecht, auch mit dem neuen Museumsbau, dem Digitalen Gründerzentrum, der THI und der zu renovierenden Rossmühle, tatsächlich nach kulturellem Aufbruch. Auch die Zeit der Theatersanierung kann eine produktive und kreative Chance sein. Zahlreiche Kreative und freie Künstlerinnen und Künstler beleben diese Stadt und alle für die Geschicke der Stadt Verantwortlichen sollten dieses wunderbare Potential nutzen für die Belebung und Entwicklung dieser Stadt. Einkauf allein wird für die Zukunft der Altstadt nicht reichen. Kultur, Wissenschaft und Kunst, generationsgemischtes bezahlbares Wohnen und Arbeit, Start-ups und Kreative – die Mischung macht’s!

 

Ohne die Kammerspiele gibt es weder eine Zukunft für den Festsaal noch für das Theater! Besuchen Sie die Ausstellung der Entwürfe und nutzen Sie die Angebote der Bürgerbeteiligung! Setzen Sie sich mit uns ein für die kulturelle Entwicklung dieser Stadt! Ohne die Kultur geht es nun mal nicht.