Glänzende Demonstration: Für ein Europa der Vielen!

Ingolstädter Institutionen beteiligen sich an bundesweiter Demonstration der VIELEN

 

Am 19. Mai 2019 fanden bundesweit in verschiedenen Städten „glänzende Demonstrationen“ des gemeinnützigen Vereins Die VIELEN statt, einem Zusammenschluss von Künstler*innen und Kulturschaffenden, der für Vielfalt, Toleranz und ein offenes Europa eintritt. Die Demonstrationen standen unter dem Motto „Unite & Shine: Für ein Europa der Vielen!“ In Nürnberg begann die glänzende Demonstration um 12 Uhr vor dem Opernhaus am Richard-Wagner-Platz. Nach der Auftaktkundgebung bewegte sich der Demonstrationszug in Richtung Willy-Brandt-Platz, wo die Teilnehmer*innen gemeinsam die Europahymne sangen. Anschließend luden die Organisatoren zur Abschlusskundgebung vor der Lorenzkirche ein.

Das Staatstheater Nürnberg hatte gemeinsam mit den Unterzeichner*innen der Bayerischen Erklärung der VIELEN zur breiten Teilnahme an der Demonstration in Nürnberg aufgerufen und damit zu einem Bekenntnis zur Kunstfreiheit, zum europäischen Gedanken und zur Solidarität mit Ausgegrenzten.

In Bayern, sowie in vielen weiteren Bundesländern, Regionen und Städten, setzten insgesamt an die 2000 unterzeichnende Kultur- und Kunstinstitutionen, Künstler*innen und Aktive der Kulturlandschaft im Rahmen von ERKLÄRUNGEN DER VIELEN wirkungsvolle Signale für eine offene Gesellschaft, Vielfalt und Toleranz sowie gegen Rassismus, Diskriminierung und den rechtsnationalen Autoritarismus.

»Unser heutiges Theatersystem hat seine Wurzeln im Wertekanon der Aufklärung. Diesen Werten - Freiheit, Gleichheit, Solidarität - fühlen sich die Theater in Deutschland verpflichtet«, sagte Knut Weber, der Intendant des Stadttheaters. »Werden diese Werte angegriffen, sei es durch Falschinformation oder Lügenkampagnen, durch Bedrohung der Kunstfreiheit oder den Versuch direkter Einflussnahme auf Spielplangestaltung oder Regiekonzepte, wehren die Theater sich entschieden. Die Theater stehen ein für Kunstfreiheit und Bildung, für ein weltoffenes, demokratisches und tolerantes Deutschland. Deshalb unterstützt das Theater Ingolstadt die Initiative „Die Vielen“.«

 

Die Organisatoren und Teilnehmer der „glänzenden Demonstration“ in Nürnberg:

Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg • Amt für Kultur und Freizeit Nürnberg • Bildungscampus Nürnberg • Das Theaterprojekt • Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände • Dreieinigkeitskirche Nürnberg • E.T.A. Hoffmann Theater Bamberg • Filmhaus Nürnberg • fimt – Forschungsinstitut für Musiktheater • Gemeinschaftshaus Langwasser • Gostner Hoftheater • Griechischer Kunstclub Nürnberg • IMMO BUHL DANCE COMPANY e.V. • iwalewabooks • Julia Kempken (Schauspielerin) • Kollekt Jardin e.V. • KUF Inter-Kultur-Büro Nürnberg • Kulturliga e.V. • Kulturzentrum E-Werk Erlangen • Kunsthalle Nürnberg • Kunsthaus Nürnberg • KunstKulturQuartier • Künstlerhaus Nürnberg • Kunstvilla Nürnberg • Landestheater Coburg • Landestheater Oberpfalz • Landestheater Schwaben • Meistersingerhalle der Stadt Nürnberg • Museen der Stadt Nürnberg • Musikschule Nürnberg • MUZ - Musikzentrale Nürnberg e.V. • Netzwerk „Global Art Nürnberg“ • Projektbüro im Kulturreferat Nürnberg • Quellkollektiv e.V. / Heizhaus • Schriftsteller*innen-Verband in ver.di Regionalgruppe Mittelfranken • Staatstheater Nürnberg • Stab des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes/Zeppelintribüne im Kulturreferat der Stadt Nürnberg • Stadtteilzentrum Desi e.V. • Stadttheater Fürth • Stadttheater Ingolstadt • Tafelhalle Nürnberg • Theater an der Rott • Theater Ansbach • Theater Dreamteam • Theater Erlangen • Theater Mummpitz • Theater Pfütze e.V. • Theater Regensburg • Theater Rote Bühne • Theater Salz+Pfeffer • Theater Schloss Maßbach • Theater thevo e.V. • ver.di • Villa Leon • Z-Bau - Haus für Gegenwartskultur • und viele mehr Glänzende Demonstration in Nürnberg: Beginn: Sonntag, 19. Mai 2019, 12 Uhr Treffpunkt: vor dem Opernhaus, Richard-Wagner Platz 2-10, 90443 Nürnberg

 

Der Verein DIE VIELEN

DIE VIELEN e.V. ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der im Juni 2017 gegründet wurde, mit dem Ziel die Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und der Völkerverständigung zu fördern. Denn die Kulturschaffenden in Deutschland haben die besondere Verantwortung, vehement gegen rechtes Gedankengut vorzugehen. Wir begreifen Kunst und ihre verschiedenen Einrichtungen wie Museen, Theater, Konzerthäuser, Clubs in urbanen oder ländlichen Räumen als Orte, die Vielen gehören, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder Weltanschauung.

Die Kampagne »Erklärung der Vielen« des Vereins DIE VIELEN e.V. hat einen regionalen Charakter: Alle Kultureinrichtungen werden gebeten, sich regional oder stadtweit zu ERKLÄRUNGEN zusammenzuschließen. Mit der Erklärung der Vielen sprechen sich die Kunst- und Kulturinstitutionen gegen alle rechtspopulistischen und rechtsextremen Angriffe aus und für die Freiheit der Kunst, des Denkens und der Menschen sowie für die Solidarität mit denjenigen, die von rechter Hetze an den gesellschaftlichen Rand gedrängt werden. 

Zu den Erstunterzeichnern in Bayern gehören u.a. das Staatstheater Nürnberg, das ETA Hofmann Theater Bamberg, die Münchner Kammerspiele, das Landestheater Schwaben, das Theater Regensburg, das Gostner Hoftheater und auch wir, vom Stadttheater Ingolstadt. Deshalb war Dr. Judith Werner, Stellvertreterin des Intendanten dabei, als sich am Freitag, 1. Februar die bayerischen Kunst- und Kultureinrichtungen mit der Verabschiedung der Bayerischen Erklärung offiziell dem Bündnis die VIELEN anschlossen: »Ingolstadt ist eine bunte und vielfältige Stadt, in der Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt friedlich zusammen leben. Wir als Theater stehen ein für diese offene Gesellschaft und wollen mit unserer Kunst auch dafür Sorge tragen, dass die Ideale der Demokratie und Freiheit gelebt und an die kommenden Generationen weitergegeben werden«, erklärte Judith Werner bei der Verabschiedung der Bayerischen Erklärung.

 

Hier geht es zur BAYERISCHEN ERKLÄRUNG DER VIELEN.

 

Die Erstunterzeichner der Bayerischen Erklärung der Vielen: